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2025

Holländer - Linz

„Geplant aber jedenfalls war die Gastbesetzung der Titelrolle mit dem gebürtigen Griechen Aris Argiris, der schon viele Jahre in Deutschland als Sänger und auch als Lehrer zu Hause ist.  Stimmlich und darstellerisch wirklich prachtvoll, mit ausgeprägt männlichem, schwarz unterlegtem timbre und außerordentlich guter Textverständlichkeit, düsterer Ausstrahlung und das noch garniert mit unglaublichen Lautstärkereserven: eine Traumbesetzung!
https://onlinemerker.com/linz-musiktheater-des-landestheaters-der-fliegende-hollaender-premiere/

"Greek baritone aris Argiris,⁣ in the titular role of the Dutchman, was nothing ⁣short of impressive. with his commanding ‌voice and compelling stage presence, Argiris embodied the cursed seafarer with depth and‍ intensity."
https://www.world-today-news.com/a-spectacular-opera-experience/
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"Zweiter Gast der Produktion ist der griechische Bariton Aris Argiris. Ein "Holländer" wie er nicht besser sein könnte. Mit großraumfüllender Stimme und überzeugender Darstellung. Ihm stimmlich nahezu ebenbürtig Michael Wagner in der Partie des Seefahrers Daland."
https://www.sn.at/kultur/allgemein/bejubelter-fliegender-hollaender-landestheater-linz-172363624
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"Ein facettenreiches Bild des Holländers ist Aris Argiris zu attestieren, der mit gesang- wie klangvollem Bariton diese einnehmende Leidensfigur Wagners mit stark differenzierter Dynamik und großer stimmlicher Bandbreite auszustatten weiß: Bitterkeit, Schmerz und Zynismus prägen diese überzeugende Rollengestaltung."
https://www.rauchenwald-classic.com/rezensionen/der-fliegende-hollander-unerlost-im-musiktheater-linz/
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https://orf.at/av/video/onDemandVideo5656
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„Mit Aris Argiris als einzigem geplanten Gast in der Rolle des titelgebenden Holländers ist jedoch der gesangliche Höhepunkt des Abends zu erleben. Bereits bei den ersten Tönen wird deutlich, wie sehr er den verfluchten Seefahrer zu verkörpern vermag und mit welch inniger, aber auch reflektierter Hingabe er sich dieser Rolle widmet. Sein Bariton erklingt kraftvoll und emotional, mit dunkler, leicht bedrohlicher Färbung wird die Sehnsucht nach Erlösung, auch die Verzweiflung angesichts des anhaftenden Fluches auf intensivste Weise hörbar. Durch Einsatz von emotionalen Tönen, die die Grenzen des klassisch schönen Gesangs überschreiten und so für eine gekonnt facettenreiche, tief bewegende Interpretation sorgen, ohne je zu übertreiben, verleiht er dem Holländer eine Wahrhaftigkeit, die ihresgleichen sucht. Trotz seiner eindrücklichen, kraftvollen Darbietung, die durch eine packende Rollengestaltung zu einer wahren Verkörperung gelangt, lässt Argiris’ Stimme in ihrer Intensität nie nach, sondern gelangt bis zuletzt zu raumfüllender Klanggewalt.“
https://opernmagazin.de/hier-steh-ich-treu-mir-bis-zum-tod-erloesung-als-versoehnende-selbstbestimmung-der-fliegende-hollaender-am-musiktheater-linz/
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„Dass eine solche komplexe Charakterdarstellung gelingt, liegt nicht zuletzt auch an der großartigen Umsetzung durch Aris Argiris, dessen Holländer zwischen Wut und Verzweiflung hin- und hergerissen ist. Voller Dynamik, Kraft und Entschlossenheit hallen seine Worte durch den Saal: „Die Frist ist um“. Endlich soll seine rastlose Suche ein Ende haben, endlich der Fluch gebrochen werden. Doch rasch kommt auch die Qual zum Vorschein, die den Holländer peinigt. Herr Argiris lässt durchblicken, wie sehr das Schicksal des Holländers diesen regelrecht zerfrisst. Ganz richtig kippt so seine anfängliche Entschlossenheit in Wehklagen, getrieben von der Angst, auch dieses Mal zu scheitern und niemals Erlösung zu finden. „Dich frage ich, gepries’ner Engel Gottes“ wird so zu einem ersten Höhepunkt des Abends, in dem Aris Argiris mit stimmlicher als auch darstellerisch packender Intensität in einem meisterhaft abgestimmten Zusammenspiel mit dem Bruckner Orchester das Wechselbad der Gefühle aufzeigt, welches wogend wie die aufgewühlte See den Holländer peinigt. Abgerundet wird dies schließlich durch eine fast schon an Mozart erinnernde Feingliedrigkeit, mit der Herr Argiris das Duett mit Daland zum Ende des ersten Aktes gestaltet. Hoffnung keimt im Holländer auf, sollte es diesmal wirklich möglich sein, den Fluch abzulegen? Klar und strahlend wie ein Silberstreif am Firmament des Ozeans wächst in der Stimme des Holländers die Hoffnung auf eine bessere Zukunft: „Ach! Ohne Hoffnung, wie ich bin, geb‘ ich mich doch der Hoffnung hin!“.
„Wie aus der Ferne längst vergangner Zeiten“ wird von Herrn Argiris als sanfte und einfühlsame Liebeserklärung gestaltet, in welche Frau Herbert eben so fein und strahlend mit einstimmt. „Wonach mit Sehnsucht es dich treibt – das Heil, würd‘ es, du Ärmster, dir durch mich zuteil!“ Stimmliche Wärme erfüllt den Saal, Senta ist „ein heilger Balsam meinen Wunden“ die Stimmen von Frau Herbert und Herrn Argiris sind voller Kraft und goldenem Leuchten. „Die Kraft der Treue“ die Senta dann beschwört, scheint in hochromantischer Extase ein glückliches Ende zum Greifen nah zu bringen.“
Mit der Rückkehr auf sein Schiff sehen wir den Holländer nach der kurzen Phase des Glücks im 2. Akt nun auch wieder an der emotionalen Ausgangsposition des 1. Aktes. Rasend schneidet die Stimme von Aris Argiris durch die Luft und hält den Ton lange und donnernd, wenn er von „ewiger Verdammnis“ singt. Ob Senta sich für den Freitod entscheidet, wissen wir an diesem Abend nicht. Sie kniet sich neben dem Schiff des Holländers nieder, ihr kindliches Alter Ego daneben – das Ende der Geschichte bleibt an diesem Abend offen. So ist der fliegende Holländer an diesem Abend ein Suchender, der seine Heimat sucht („das Eine nur, nach dem ich brenne, ich find‘ es nicht – mein Heimatland!“) und somit symbolisch für die Neuorientierung der westlichen Gesellschaft nach der Wende steht, die letztlich bis heute andauert! Er steht für das Individuum in einer sich rapide und permanent transformierenden Welt, die Überforderung mit dieser andauernden Veränderung und der daraus resultierenden Orientierungslosigkeit und dem Rückzug in Einsamkeit und Selbstisolation.
Ein Abend also, der nicht nur musikalische Exzellenz bietet, sondern die universellen Fragestellungen in Wagners erstes Kanon-Oper pointiert herausarbeitet und auf die offenen Fragestellungen unserer Zeit erfolgreich umlegt. Großer Jubel im Haus nach dem Vorhang, es gibt stehende Ovationen für einen herausragenden Abend !“
https://onlinemerker.com/linz-landestheater-ach-ohne-hoffnung-wie-ich-bin-geb-ich-mich-doch-der-hoffnung-hin-richard-wagners-der-fliegende-hollaender-am-landestheater-linz-premiere/
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„The performer in the title role, Aris Argiris, appears to be at the peak of his career at 51 years old. He captivated with a consistently focused, large, sonorous, and colorfully expressive baritone—balanced across all registers and particularly impressive in his firm, confident high notes. In the second act, he further caught my attention with a beautifully resonant mezza voce, which conductor Markus Poschner expertly highlighted through the orchestra’s refined dynamics. The excellent acoustics of the Great Hall of the Musiktheater also played a role here. In this expansive space, well-produced pianissimos do not fade; instead, they reveal Wagner’s true dynamic contrasts and expressive depth. 
This level of subtle nuance, both in volume and emotion, was particularly convincing!“
https://www.klasikaplus.cz/poschneruv-senzacni-bludny-holandan/
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„Aris Argiris setzt in der Titelrolle des Holländers mit seiner unverwechselbaren stimmlichen und darstellerischen Präsenz Maßstäbe. Sein markanter Bariton durchdringt jede Szene mit emotionaler Wucht und verleiht der tragischen Figur des verfluchten Seemanns eine ergreifende Intensität, die das Publikum von Beginn an fesselt.
Mit einer beeindruckenden stimmlichen Bandbreite gestaltet Argiris die wechselnden Emotionen des Holländers – von düsterer Verzweiflung über aufkeimende Hoffnung bis hin zu erbarmungsloser Resignation – mit einer Intensität, die unter die Haut geht. Besonders hervorzuheben ist seine außergewöhnliche Wortdeutlichkeit, die jede Nuance des Textes mühelos transportiert. Dadurch wird die Dramatik der Figur nicht nur musikalisch, sondern auch sprachlich überzeugend vermittelt. Seine Artikulation lässt den inneren Schmerz des Holländers förmlich greifbar werden und macht es dem Publikum leicht, sich mit der komplexen und gebrochenen Figur zu identifizieren. Die düstere, maskuline Färbung seines Timbres unterstreicht die Schwere des Fluchs, die den Holländer belastet und verleiht der Partie eine außergewöhnliche Tiefe. Darstellerisch beeindruckt Aris Argiris durch seine kraftvolle Erscheinung. Jede Bewegung und jeder Blick sind von intensiver Bedeutung, wodurch er die Zerrissenheit zwischen Sehnsucht nach Erlösung und Bürde seines ewigen Fluchs eindrucksvoll verkörpert. In den großen Szenen mit Senta gelingt es ihm, die emotionale Verbindung zwischen den Figuren glaubhaft und berührend darzustellen, ohne dabei ins Sentimentale zu verfallen. Sein Höhepunkt ist zweifellos die Schlussszene, in der die Verzweiflung und der Schmerz des Holländers in voller Wucht auf das Publikum übergingen. Mit seiner musikalischen Präzision und darstellerischer Hingabe trägt Aris Argiris maßgeblich zur gefühlvollen Tiefe der Inszenierung bei. Insgesamt bietet Argiris eine Interpretation, die sowohl stimmlich als auch darstellerisch auf höchstem Niveau ist.”
https://www.ioco.de/linz-musiktheater-der-fliegende-hollander-richard-wagner-ioco/
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„Auch der Holländer des Aris Argiris mußte den Gegebenheiten Tribut zollen. Herrn Argiris’ Stimme verfügt — zumal für ein Haus wie das Linzer Landestheater — über mehr als nur die ausreichende Größe, der Titelpartie alle Facetten abzugewinnen. Dieser Holländerbestach — so er nicht in direktorialer Verwechslung des Unterschiedes zwischen recitativo und pianissimogezwungen war, den Stimmdruck auf fast null zu reduzieren — durch seine Durchschlagskraft und Phrasierung. Immer wenn dieser Holländer auf der Bühne stand und nicht stimmlos hauchen mußte, machte das legato seine auch an diesem Abend rare Aufwartung. Im Gesang überzeugend ab der ersten Szene, haftete des Holländers Abschied jene stimmliche Niedergeschlagenheit an, welche Sentas Abschied von der Welt (bei Wagner; — bei Schneider: nicht) erst möglich macht. Gut vorstellbar, daß Aris Argiris auch in Wien mit einem guten Dirigenten ebensolche Figur zu machen im Stande wäre.“
http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=3951DDB4-9951-92FB-B196600C723B7654

„Der griechische Bassbariton Aris Argiris verkörperte einen hervorragenden Holländer. Man merkte, dass er genau weiß, was er singt, und zeigt es auch mit seiner Mimik. Und Argiris meint auch, was er singt, und hat das Stück damit praktisch getragen – ein Holländer der Extraklasse.“
https://onlinemerker.com/linz-landestheater-der-fliegende-hollaender-spagat-zwischen-mythos-und-realitaet-am-30-januar-2025/

 „Argiris, ein großartiger Opernsänger aus Athen, singt den geisterhaften Kapitän in der Wagner-Oper „Der fliegende Holländer“ am Linzer Musiktheater. Er gibt in der bejubelten Inszenierung dem mysteriösen Seefahrer reale Facetten. Die Rolle ist für ihn persönlich eine große Chance; im „Krone“-Talk schwärmt er aber auch über seinen Lieblingsimbiss in Österreich.“
https://www.krone.at/3720422


 
Pagliacci - Innsbruck 
 
"Aris Argiris ist dabei ein baritonwuchtiger, dämonischer Strippenzieher Tonio, müht sich auch um szenische Belebung."
https://www.merkur.de/kultur/pagliacci-leoncavallo-von-heute-auf-morgen-schoenberg-tiroler-landestheater-premiere-kritik-innsbruck-zr-93727951.html#google_vignette
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„Eine Wucht ist Aris Argiris als Tonio, stimmlich wie schauspielerisch, eine ungemein dämonische Figur mit Ecken und Kanten.“

„Den stärksten Eindruck hinterließ Aris Argiris (als Wotan im Sofioter Ring in bester Erinnerung und aktuell in Linz als Holländer zu bewundern) mit prachtvoll kernig-virilem Bariton als intriganter Tonio.“
https://onlinemerker.com/innsbruck-tiroler-landestheater-pagliacci-leoncavallo-von-heute-auf-morgen-schoenberg-premiere/
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“Subdolo e viscido il Tonio del baritono greco Aris Argiris. Forte di una bella voce, molto omogenea in tutti i registri, ha una buona presenza scenica e grande aderenza al personaggio.” 
„Hinterhältig und schleimig war der Tonio des griechischen Baritons Aris Argiris. Mit einer wunderschönen, in allen Registern sehr homogenen Stimme ausgestattet, überzeugte er durch eine starke Bühnenpräsenz und große Rollenidentifikation.“
https://www.operateatro.it/it/recensioni-Opere/A-Innsbruck-le-variazioni-della-gelosia-secondo-Leoncavallo-e-Schonberg?fbclid=IwQ0xDSwLCGLdleHRuA2FlbQIxMQABHtOyzUckNZZOe3jW1RK2jup9-89wrI7BMHEKvIB3hGRcjHj17bJqgxrQfPDr_aem_ACZXxy7ymXzrJmjVjkxK3Q
 


Verdi vs. Wagner - Athen

Aris Argiris feiert seit Jahren grosse Erfolge auf europäi­schen Bühnen. Man hört davon in Athen, bekommt ihn auf hiesigen Bühnen aber leider wenig zu Gesicht. Ein Liederabend, den er im Frühjahr 2023 auf der Kleinen Bühne der Griechischen Nationaloper gab, ist in bester Erinnerung. Damals sang er ein klug zusammengestelltes Schubert-Programmm, das unter dem Titel „Der griechische Schubert“ eine Brücke zu seinem Heimatland schlug. Man konnte erleben, was für ein beeindruckender Liedsänger Argiris ist. Man wurde an diese Qualität auch erinnert, als man dem Sänger nun im Kammermusiksaal des Athener Megarons lauschte. Auf dem Programm standen Arien von Giuseppe Verdi und Richard Wagner. 
Aris Argiris hat sich in den vergangenen Jahren als namhafter Wagnersänger in der Opernszene etabliert. Seine sängerischen Leistungen als Wotan und jüngst als Holländer wurden von Kritikern und Publikum mit Begeisterung aufgenommen. Wagner bringt die Qualitäten seiner Stimme bestens zur Geltung – deren dunklen Stimmkern, deren dramatische Durchschlagskraft, deren gestalterische Möglichkeiten. Argiris‘ Wagnergesang klingt schön, die Tongebung ist wohlfokusiert und die Diktion makellos. Das alles konnte man nun auch in Athen erleben. Der Pianist Peter Bortfeldt war dem Sänger ein aufmerksamer und einfühlsamer Begleiter, der Argiris mit Klaviermusik von Franz Liszt Pausen zwischen den Arien verschaffte. Man dachte am Ende dennoch, wie schön es gewesen wäre, dieses Programm mit Orchester erleben. 
Aris Argiris demonstrierte mit Auszügen aus „Tannhäuser“, „Rheingold“, „Die Walküre“ und „Der fliegende Holländer“ wie eine am Lied geschulte Stimme den erzählerischen Fluss der Wagneropern in vorbildlicher Form über die Rampe zu bringen vermag. Sein Gesang war stets wortverständlich und akzentuiert. Wotans Abschied und der Monolog des Holländers wurden zu Höhepunkten des anspruchsvollen Programms. Wie man weiss, beeinflusste der italiensche Belcanto Richard Wagner. Und auch der junge Verdi setzte sich mit der Musik von Bellini und Donizetti auseinander. In späten Jahren war es Wagners Musik und dessen Musikdrama, welche Verdi Anregung boten. Bei Argiris‘ grossartiger Darbietung von Jagos Credo aus „Otello“ hörte man, wie nahe sich die beiden Grossmeister der Oper am Ende von Verdis Leben gekommen waren. Der Sänger erfüllte die Musik mit intensiver, dramatischer Spannung. Der Verditeil des Programms brachte weiterhin Arien aus „Nabucco“, „Don Carlo“ und „Rigoletto“ zu Gehör. Aris Argiris wusste sie alle mit erzählerischer Kraft zu erfüllen, er bot klangschönen Gesang und sehr gute Phrasierung. Dass ein paar wenige Töne etwas rauh klangen, darf man dem anspruchsvollen, fordernden Programm zuschreiben. Es fällt nicht ins Gewicht. Der „Verdi vs. Wagner“-Abend zeigte in beeindruckender Weise die stimmlichen Fähigkeiten von Argiris. Das Publikum war begeistert und der Sänger heizte mit Rossinis Figaro-Arie die Stimmung noch an. Es war ein toller Abend im Athener Megaron.
https://onlinemerker.com/athen-megaron-megaron-the-athens-concert-hall-recital-aris-argiris-verdi-vs-wagner-konzert-am-4-november-2025-die-kunst-des-erzaehlenden-singens/

Verdi und Wagner von Aris Argiris  
Etwa ein Jahr nach seinem erfolgreichen Auftritt in Athen an der Seite der Sopranistin Alexia Voulgaridou kehrte Bariton Aris Argiris in das Athener Konzerthaus zurück.
Am 4. November präsentierte er im „Dimitris-Mitropoulos“-Saal ein anspruchsvolles Programm mit Arien aus Verdis Opern sowie Auszügen aus Opern und Musikdramen von Wagner.
Am Klavier begleitete ihn Peter Bortfeldt, der zudem Werke von Liszt spielte. 
Argiris bestätigte die positiven Eindrücke, die das Konzert des vergangenen Jahres hinterlassen hatte.
Man hört nicht oft Charaktere, die mit so vielen Nuancen und mit so sorgfältiger Detailarbeit dargestellt werden, wie Argiris sie gestaltete. 
Zunächst verfügt er über eine makellose, gut fokussierte, beeindruckende Stimme von dunklem Klang, resonant, mit großer Kraft und Leichtigkeit im hohen Register.
Er füllt mühelos einen großen Saal — erst recht einen von den begrenzten Maßen des „Dimitris-Mitropoulos“-Saals.
Seine Artikulation ist sowohl im Italienischen als auch im Deutschen ausgezeichnet. 
Der griechische Bariton gestaltete auf herausragende Weise Ausschnitte aus berühmten Werken der beiden Komponisten. 
Der Sänger nutzte den Text vorbildlich, um den dramatischen Gehalt jeder Arie hervorzuheben.
Dennoch störte seine Entscheidung, bestimmte Wörter zu betonen, um ein Gefühl zu unterstreichen, nie die melodische Linie.
Es war offensichtlich, dass Argiris die Psychologie jeder Figur verstand und vor allem über die vokalen Mittel sowie die Fähigkeit verfügte, die Emotionen und inneren Wandlungen jeder Rolle zum Ausdruck zu bringen. 
Mit anderen Worten: Der Bariton sang nicht einfach nur schön und eindrucksvoll.
Je nach Fall konnte seine bemerkenswert flexible Stimme heroisch klingen, wie im Auszug aus dem Fliegenden Holländer; bedrohlich, wie er im Verdischen Jago zeigte; aber auch zart, wie im Ausschnitt aus Don Carlo. 
Selten hört man derart detailliert ausgearbeitete Interpretationen, besonders der Figuren, die er aus Verdis Opern gewählt hatte.
Jede von ihnen trat als eigenständige Persönlichkeit hervor, völlig verschieden von den anderen:
Nabucco, zerbrochen im Gefängnis;
Rodrigo, mit seltener Noblesse selbst im letzten Moment;
Rigoletto, voller Schmerz, der sich in Zorn verwandelt;
und Jago, der Intrigant — abgrundtief dunkel.
 
„Vollständige Porträts 
Noch beeindruckender waren Argyris’ Interpretationen der Werke Wagners.
Nicht zufällig wird der Sänger häufig gerufen, um auf der Bühne sowohl den Holländer als auch den Wotan in vollständigen Produktionen des Rings darzustellen — in Budapest (2023) und in Sofia, wo Wagners Tetralogie 2024 in einer neuen Produktion gezeigt wurde, der zweiten innerhalb von fünfzehn Jahren.
Historisch sei vermerkt, dass in Athen Wagners Ring vollständig nur ein einziges Mal präsentiert wurde — 1938 von der Oper Frankfurt im Rex-Theater. 
Argiris ’ Vertrautheit mit den Figuren Wagners war deutlich erkennbar.
Im Auszug aus dem Vorspiel Rheingold war sein Wotan noch voller Ehrgeiz und Energie.
Dann, im ergreifenden „Lebwohl“ aus der Walküre, drückte die heroische Stimme des griechischen Baritons sowohl Wotans Zerschmetterung als auch seine Resignation aus.
So erhielt der Göttervater deutlich menschlichere Züge, da die stimmliche Palette des Sängers alle Abstufungen umfasste — von gewaltiger Macht bis zum gehauchten Pianissimo. 
Gerade bei den Ausschnitten aus Wagners Werken machte sich das Fehlen eines Orchesters bemerkbar.
Das Klavier kann naturgemäß nicht den Reichtum und die vielen Ebenen der Musik des deutschen Komponisten wiedergeben — obwohl Bortfeldt seine Aufgabe ehrenvoll erfüllte und Argyris so gut wie möglich unterstützte.
Schade also, dass es bei diesem speziellen Recital kein Orchester gab. 
Zum Schluss, in Erinnerung an seine ersten Schritte an der Griechischen Nationaloper, präsentierte Argiris als Zugabe die berühmte Arie des Figaro aus Rossinis Barbier von Sevilla — mit Leichtigkeit, Virtuosität und seltener Meisterschaft.
Glücklich, wer ihn öfter und unter den geeigneten Bedingungen hören kann.“
https://www.kathimerini.gr/culture/563960446/vernti-kai-vagkner-apo-ton-ari-argyri/?fbclid=IwdGRjcAQIBT1leHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAo2NjI4NTY4Mzc5AAEe3k4PKweLtQKQ9CCPXLsbLvYtFmGYy286MmBImEc6QVirZ3EW1THnUomcEWk_aem_t1v6BiU3n_E30S49ubL6Aw

“Music / A notably impressive night with Aris Argiris
By Kyriakos P. Loukakos — January 7, 2026
An encounter of Verdi and Wagner under the gaze of Liszt at the Athens Concert Hall. 
This column today is inevitably retrospective! It concerns the first invitation in many years of the baritone Aris Argiris for a solo recital on November 4, following his long international career. An artist whom we once knew—and recognized—as a “debuting or young performer,” awarded an honorary distinction by the Union of Greek Theatrical and Music Critics (with a parallel commendation to Konstantinos Karydis) in this very venue then hosting those awards. At the time he was still Papagiannopoulos, before he transformed his baptismal name into his artistic surname. 
 
We must unequivocally state that this moving—both for us and, above all, for him—return to the “Dimitris Mitropoulos” Hall in no way makes up for the absence until now of an invitation from the Greek National Opera, even for a solo Die Walküre, especially given that he is the only outstanding Greek Wagnerian baritone of the 21st century, following Tito Xirellis and Vasilis Giannoulakos of the 20th. 
 
In that sense, the demanding programme of the evening was impressive in its cohesive structure, building in its declarations and promises, transforming what might have seemed like a salon-sized framework into a process of high-level, tasteful collaboration with his exceptionally gifted pianist Peter Bortfeldt. Bortfeldt was called upon to enrich a programme juxtaposing Richard Wagner and Giuseppe Verdi, interwoven with pianistic programme pieces by Wagner’s father-in-law Franz Liszt. 
 
With the youthful hero Wotan’s greeting at the home of the gods, the Greek guest warmed into the programme, and with the penitential prayer from Nabucco he consolidated his delivery—capping its cabaletta with a proud, long-breath “Andiam!”—before yielding the stage to his pianist for a somewhat “showy” musical epitaph by Liszt for his prematurely lost son-in-law. 
 
The atmosphere was further energized by the death scene of Rodrigo from Don Carlo, impressive in its solid mezza voce and desirably tender masculinity—so fitting with the character-analogous Wolfram—and the “Song to the Evening Star” from Tannhäuser, which was bridged just as skilfully with another Liszt lament for R.W.. The German pianist’s brilliance was conclusively confirmed with a scandalously virtuosic paraphrase of Rigoletto, a piece that led into the intermission with a powerful rendering of the title anti-hero’s denunciatory aria against authority. 
 
Even in the second half of the recital, Liszt’s two “Funeral Gondolas”—constantly evoking Wagner’s city of death—served to bridge an impeccably phrased vindication and lived embodiment of un-sung text, a full-bodied “farewell” to Wotan of Die Walküre, concluding with a harrowingly urgent monologue from The Flying Dutchman, which completed the official programme. These character portraits in no way diminished the intermediate impact of the artist as a convincingly diabolic Iago. 
 
A breathtaking journey overall, the warm reception of which the baritone rewarded with the cabaletta from The Barber of Seville, confirming his eminent vocal and dramatic acting presence even within the comic genre!” 
https://www.avgi.gr/tehnes/516258_mia-entyposiaki-bradia-me-ton-ari-argyri?fbclid=IwdGRjcAQIBRNleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAo2NjI4NTY4Mzc5AAEeb6Au2pPsD2KS5NyZ6pcy7yGlmfErKUfWnOb83pQJuxKE7JuGhkxGkEJtLSc_aem_C4-r-jAiFg768NK_Xr7pow
 

 
Aida - Darmstadt 

Amonasro, Aidas Vater, wurde vom Bariton Aris Argiris in unnachahmlicher Weise gesungen und dargestellt. Der nicht nur in Darmstadt sehr beliebte Opernsänger überzeugte mit seiner raumfüllenden, dabei auch sehr klangschönen, Stimme und verlieh der Partie eine große und besondere Dramatik. Für Verdis Baritonpartien ist Argiris schlichtweg immer eine Idealbesetzung. Das Duett mit ihm und Aida im dritten Akt wurde zu einem der Höhepunkte der Vorstellung.“
https://opernmagazin.de/ein-plaedoyer-fuer-frieden-und-menschlichkeit-aida-am-staatstheater-darmstadt/?fbclid=IwdGRjcAQIBOJleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAo2NjI4NTY4Mzc5AAEe0GrTLrcdRHusD9uucyf2albFm22AIm-oC0oGk4NEE-I8V_mIMxZGj8hQU_c_aem_imVrKCVXE8T1CYevYSxHwg
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2024

Aida - Salzburg 

“Einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ Aris Argiris als Amonasro. Nach seinem beeindruckenden Wotan im Oktober in Füssen konnte er seine Qualitäten im italienischen Fach unter Beweis stellen. Beste Legatokultur, italienischer Artikulation und Phrasierung zeichneten seinen Vortrag aus.”
Das Opernglas, Februar 2024.
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„Hervorragend war wieder Aris Argiris,  der nach seinem bulgarischen „Walküre“-Wotan in Füssen nun den Amonasro sang und auch sehr gut spielte, auch wenn er beim ersten Auftritt eine Art Versicherungsvertreter mimen musste.“
https://klassik-begeistert.de/aida-giuseppe-verdi-salzburg-landestheater-04-november-2023-premiere/

„Aris Argiris hört man gern zu, weil da eine reichhaltige, virile Baritonstimme das Drama des Amonasro plausibel macht.“
https://www.merkur.de/kultur/aida-salzburger-landestheater-premiere-verdi-felsenreitschule-andreas-gergen-zr-92655861.html



Otello - Darmstadt 

“Musikalisch überzeugt der Darmstädter „Otello“. Rivero in der Titelpartie und Aris Argiris als Jago gestalten facettenreich mit dramatischer Zugkraft und so, als bildeten sie Kehrseiten derselben Medaille ab, der Intrigant so fies wie süßlich heuchlerisch.”
https://m.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/paul-georg-dittrich-inszeniert-verdis-otello-als-computerspiel-19547696.html

“Aris Argiris setzt dagegen Jagos kühl kalkulierende Bosheit, die jede Emotion der anderen Figuren gezielt für seine Rachezwecke ausnutzt. Dieser Jago verfällt keinen Augenblicke in blinde Emotionen, er ist selbst seine eigene und einzige Emotion: die Rache.”
https://www.egotrip.de/2024/02/da-waechst-der-rettende-gesang-auch/
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“Ein grossartigen Jago habe ich gehört, gesungen von dem griechischen Bariton Aris Argiris…”
Ab Minute 06:15.
https://www.hr2.de/podcasts/hr2-fruehkritik-reizueberflutet-in-darmstadt--otello-als-computerspiel-am-staatstheater-darmstadt,audio-91962.html
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„Die Figur des Jago, ein durch und durch amoralischer Mensch, der an nichts glaubt, nur an seine Rache, ist Boitos und Verdis Version von Goethes Mephisto. „Ich glaube daran, dass der Mensch ein Spielball des Bösen ist – vom Keim in der Wiege bis zum Wurm im Grabe,“ legt Boito Jago in den Mund. Mit dem Charme des Bösen und das Publikum als Komplizen ansprechend steuert Aris Argiris als Manipulator die Handlung im ersten und zweiten Akt. Der Jago scheint ihm auf den Leib geschrieben, denn mit verschwörerischem Piano raunt er dem Publikum seine Pläne zu und manipuliert Cassio und Desdemona. Sein Trinklied – ein Hoch auf Genuss und Rausch! Sein „Credo“ eine Blasphemie, bei dem sein Nihilismus greifbar wird. Es ist Argiris´ Europa-Debut in dieser Rolle, und sein ungeheuer voluminöser Heldenbariton bleibt dieser Figur im Ausdruck vom leisesten Pianissimo bis zum Fortissimo nichts schuldig. Dazu kommt eine enorme Bühnenpräsenz.“
https://opernmagazin.de/lehrstueck-toxischer-maennlichkeit-verdis-otello-in-darmstadt-zwiespaeltig-aufgenommen/


 
Songs of travel - Weimar

“Stimme mit Seele
Weiter ging die Reise mit den „Songs of Travel“ von Ralph Vaughan Williams, mit Texten von Robert Louis Stevenson. Vorgetragen wurde das Ganze von dem griechischen Bariton Aris Argiris. Durch seine Interpretation bekam jedes Wort Bedeutung. Eine Stimme mit Seele. An den gesanglich leisen Stellen war es nicht immer leicht, die menschliche Stimme über das Orchester zu legen. Aber gerade das nicht Routinierte und Zerbrechliche hat mir einen wunderbaren Reiz gegeben.
Die Leidenschaft des Wanderns im Wechselspiel zwischen Flucht und Freiheit. Harmonisch war nicht nur die Musik, sondern auch das Zusammenspiel von Orchester, Solist und Dirigent. Das hat es für mich zu einer unglaublich berührenden Wanderung der Sinne gemacht.”
https://www.thueringer-allgemeine.de/kultur/article406542921/staatskapelle-weimar-mit-majestaetisch-leisen-toenen.html
 


Walküre - Sofia

“Mit seiner eindrucksvollen Gestalt und seinem kraftvollen, herrlichen Bariton verkörperte Aris Argiris den Wotan mit einer fesselnden Identifikation. Seine Interpretation des Göttervaters zeigte eine starke mimische Intensität und eine italienische Stimmführung, die sowohl die emotionale Bandbreite als auch die charakterliche Komplexität der Rolle bestens zum Ausdruck brachte. Argiris gelang ein enorm facettenreiches Charakterbild des Göttervaters. Seine dynamische Bandbreite war vorbildlich, vom Flüsterton bis zum heroischen Ausbruch. Argiris wagte viel und überraschte, verzauberte vielfach mit seinem vielschichtigen Porträt. Intensive Schmerzenstöne, Bitterkeit, Zynismus und heroische Phrasen standen ihm überreich und konditionsstark zur Verfügung. Mit dieser besonderen Leistung verwies Argiris manch prominenteren Kollegen auf die hinteren Plätze. Ein weiterer vokaler Höhepunkt in Sofia!”
https://onlinemerker.com/sofia-nationaloper-der-ring-des-nibelungen-die-walkuere-grosse-gefuehle/
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„A strength of the casting was in the Wotan of the Greek singer Aris Argiris and matched by the portrayal of Mariana Tsvetkova’s Fricka.“
„In Act II, in the dialogue between father and daughter, Wotan revealed his superb voice, deep and clear, and the Brünnhilde of Gergana Rusekova was especially fine, every expression revealing emotive feeling from anger to tenderness. As he sang, there appeared visions of figures from the past in one of the great uplifted triskels in the background, a particularly effective device by Plamen Kartaloff in this revival.

„Rusekova was matched by the Wotan of Argiris, whose stage presence and singing were highlights. Argiris was magisterial in his great moments, especially in the ‘Leb’ wohl’ in Act III as he gives his farewell to his daughter Brünnhilde. Argiris gave a spectacular vocal and acting performance.“
https://seenandheard-international.com/2024/07/sofia-operas-revived-ring-cycle-continues-with-a-terrific-die-walkure/
 


Fidelio - Winterthur
 
DAS OPERNGLAS 11.2024
"Mit der Dramatik seiner Partie nicht die geringste Mühe hatte Aris Argiris als Don Pizarro. Sein Bariton entwickelte in der Höhe ausladende Kraft - die Bedrohlichkeit der Rolle schien der Stimme eingeschrieben und musste nicht mit dem oftmals zu erlebenden Pressen und Drücken fingiert werden."
 
 

Verdi vs. Wagner - Iserlohn
 
-Wolfram
„…Aris Argiris sang erlesene Melodiebögen mit kultiviertem Legato.“
-Wotan/Rheingold
„…Aris gab den dominanten Herrn Walhalls mit volltönendem Heldenbariton.“
-Rigoletto
„…Die Gefühle des liebenden Vaters, der seine Tochter nicht vor der lüsternen Hofgesellschaft schützen konnte, wusste Aris mitreißend zu gestalten. Eine beeindruckende Charakterstudie!“
-Rodrigo di Posa
„…Aris spielte das wie in der Oper auch szenisch und gestisch überzeugend.“
-Wotan/Walküre
„…Besonders ergreifend waren die leisen Töne und die hervorragende akzentfreie Textverständlichkeit.“
-Holländer
„…Die Stimme ist in der Tat sehr groß, und für den Holländer bestens geeignet. Das Rollendebut von Aris Argiris als Holländer ist für den 25. Januar 2025 im Landestheater Linz geplant.“
-Iago
„…Wie Aris den skrupellosen Intriganten und Genussmenschen ohne Gewissen charakterisiert, hat mich schon in Darmstadt beeindruckt.“
-„…Die Stimme des Sängers ist so groß und gut geführt, dass er auch laute Orchesterpassagen scheinbar mühelos überstrahlte. Wenn man so ein großes Orchester hinter sich hat, ist es besonders schwer, sich als Sänger durchzusetzen, aber die Befürchtung Aris Argiris´, das Orchester sei zu laut, erfüllte sich nicht. Er hat mit ungeheurer Bühnenpräsenz die dramatischen Szenen gestaltet und sein Publikum zu stehenden Ovationen hingerissen.“
https://opernmagazin.de/verdi-versus-wagner-mit-aris-argiris-in-siegen-geht-unter-die-haut/
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2023

Walküre - Braunschweig 
 
Der Gott, Göttervater und verzweifelte Lenker, Ehemann und Hin- und Hergetriebene  zwischen Liebe und Macht ist die wohl tragischste Figur der Opernliteratur. Und Wagner komponierte dazu eine der dramatischsten und schwierigsten Rollen für diesen Wotan, der so kläglich dann scheitern muss. Der griechische Bass-Bariton Aris Argiris war die ideale Verkörperung dieses zerrissenen Typen. Seit einigen Jahren verfolge ich nun schon seine Stimme und seine Entwicklung sowohl im italienischen als auch im deutschen Fach. Den ungekürzten Wotan erlebte ich bei seinem Debut an der Oper in Chemnitz und durfte schon damals in überschwänglichen Worten von diesem Ereignis berichten. Seine für diese Rolle an sich schon ideale Stimme hat sich noch weiter entwickelt und gesteigert. Sie ist fokussierter, noch dynamischer und noch schwärzer geworden. Als er am Schluss der zweiten Szene des zweiten Aufzugs mit Brünnhilde „Auf geb ich mein Werk; nur eines will ich noch: das Ende, das Ende!“ in den Raum warf, so konnte einem schon der Atem stocken mit welcher Urgewalt und sofort anschließender Zartheit bei der leisen Wiederholung hier Töne scheinbar mühelos gestaltet wurden. Auch das Finale, wobei er Brünnhilde in ewigen Schlaf versetzte, bis ein furchtloser Held sie wieder erweckt, geriet zu einem Ereignis. „Leb wohl, du kühnes, herrliches Kind!“ und „Wer meines Speeres Spitze fürchtet, durchschreite das Feuer nie!“ ließen das Publikum im gut gefüllten Großen Haus in Braunschweig in wahre Euphorie verfallen.
Patrik Klein, 22. März 2023,
https://klassik-begeistert.de/zyklus-ausweitung-des-ringgebiets-richard-wagner-die-walkuere-staatstheater-braunschweig-20-maerz-2023/  
Der griechische Schubert - Athen
 
Liederabende sind bedauerlicherweise nicht allzu oft an der Griechischen Nationaloper zu erleben. Dabei bietet der Raum der Alternativen Bühne mit seinem intimen Charakter und seiner sehr guten Akustik beste Voraussetzungen für solche Darbietungen. Es ist sehr zu begrüssen, dass das Haus nun den in Deutschland lebenden Bariton Aris Argiris nach Athen eingeladen hat. Er feierte jüngst grosse Erfolge, insbesondere als Wotan in Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“. In Athen ist er leider ein zu seltener Gast, was wohl nicht nur am bescheidenen deutschen Repertoire des Opernhauses liegen mag. Nun aber ist er zusammen mit dem Pianisten Peter Bortfeldt angetreten, dem hiesigen Publikum den „griechischen“ Schubert nahezubringen. Das Liedschaffen von Franz Schubert widerspiegelt in vielfältiger Weise den literarischen und kulturellen Kontext von dessen Lebenszeit. Und dies waren Jahre die vielerorts von Interesse an klassischen Altertümern, von Philhellenismus geprägt waren. Zahlreiche Gedichte und Dramen legen davon Zeugnis ab. So überrascht es nicht, dass in Liedern Schuberts desöfteren von griechischen Mythen und Helden die Rede ist. Argiris und Bortfeldt haben gleich Archäologen die antiken Spuren im Liedwerk des Komponisten freigelegt. Sie haben gesucht und gefunden – und sie präsentieren ein klug zusammengestelltes Programm von fünfzehn Liedern. Unter den Verfassern der zugrundeliegenden Gedichte sind grosse Namen wie Goethe, Schiller oder Heine. Ausserdem erklingen Lieder auf Werke von Johann Mayrhofer, einem mit Schubert befreundeten klassischen Philologen. Allein der programmatische Charakter macht diesen Liederabend zu einem Ereignis.Man hört bei jedem einzelnen Lied, das an diesem Abend dargeboten wird, dass Argiris und Bortfeldt ein sehr gut eingespieltes Team sind. Der Pianist spielt die Schubertwerke klangvoll und nuanciert. Und die ausgewählten Lieder bieten in der Tat auch einiges an erzählerischer Dramatik. Im ersten Teil sind es etwa die Lieder „Ganymed“, D. 544 und „Prometheus“, D. 674, welche als bemerkenswerte Miniaturdramen zu grossartiger Interpretation gelangen. Noch heroischer und dahinstürmender klingen im zweiten Teil des Konzerts das berühmte Atlas-Lied aus dem Zyklus „Schwanengesang“, D. 957 und „Amphiaraos“, D. 166. Franz Schubert gelingen hier ungemein dichte, dramatische Tonbilder. Und Aris Argiris lotet deren Spannungsgehalt trefflich aus. Mit seinem metallisch glänzenden Bariton gibt er den mythischen Helden eine prächtig-heroische Klanggestalt, die viele Zwischentöne kennt. Leiden, Hoffnung, Sehnen oder Anklage – Argiris‘ Darbietung entfaltet ein beeindruckendes Ausdrucksspektrum. Man ahnt, dass er ein toller Wotan sein muss. Von Zeus hört man an diesem Abend und man möchte nach dessen Ende sagen: Der Göttervater kehrt heim nach Griechenland und präsentiert ein aufregendes Kapitel des europäischen Philhellenismus. Das Publikum im vollbesetzten Saal ist begeistert und wird mit einer Zugabe belohnt. Man verlässt das wunderbare Konzert mit der Hoffnung, den Sänger bald wieder in Athen zu hören. 
Ingo Starz (Athen)
https://onlinemerker.com/athen-griechische-nationaloper-alternative-buehne-liederabend-aris-argiris-der-griechische-schubert/ 
 
Walküre - Müpa Festival -Budapest
 
Aris Argiris, der erste griechische Wotan, mit einem perfekten Deutsch und entsprechender Diktion sowie einem bestens geführten prägnanten Bass-Bariton mit prononcierten Höhen singt den „Walküre“-Wotan und hinterlässt einen hervorragenden Eindruck, vokal wie darstellerisch.
https://onlinemerker.com/budapest-palast-der-kuenste-muepa-rheingold-walkuere-siegfried-a-nibelung-gyuerueje/
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"The most pleasant surprise was caused by Aris Argiris, the Greek bass who joined the production relatively late, singing Wotan, who has a really beautiful, noble voice, and while he was able to convey Wagner's music and lyrics expressively and intelligibly, he sang in the best sense of the word: he led beautifully delighted the audience with phrases. Sometimes he saved a little energy, but that happens even with the biggest ones, and it didn't affect the production. It could be more rightly said that Wotanja was quite reserved, we would have liked to know more about what is going on in the chief god." “„Für die angenehmste Überraschung sorgte Aris Argiris, der griechische Bass, der relativ spät in die Produktion einstieg, als er Wotan sang, der eine wirklich schöne, edle Stimme hat und Wagners Musik und Texte zwar ausdrucksstark und verständlich wiedergeben konnte, aber er sang.“ im besten Sinne des Wortes: Er führte wunderschön und begeisterte das Publikum mit Phrasen. Manchmal hat er ein wenig Energie gespart, aber das kommt auch bei den größten vor und hat keinen Einfluss auf die Produktion. Man könnte es mit Recht sagen, dass Wotan ziemlich distanziert war, wir hätten gerne mehr darüber erfahren, was im Hauptgott vorgeht.”
https://fidelio.hu/zenes-szinhaz/ring-naplo-2023-beszamolo-az-idei-wagner-napokrol-179026.html
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„In Act 2 Aris Argiris, a last-minute ‘sub’, as Wotan, impressively, made the two explicatory scenes between him and Fricka and subsequently, between him and Brunnhilde very dramatically gripping – which at times they cannot be, I have found. His voice met all the demands of the role and frequently his word-painting was subtly effective. His voice met all the demands of the role, in terms of a wide range comfortably produced…“„Argiris in this scene was very fine indeed, musically and dramatically and his understated acting made the agony all the more effective. And the staging of the Farwell was just right in terms of when he and Brunnhilde finally had physical contact. In fact it was noticeable that they gradually, drew nearer and nearer to each oter as the scene progressed and so the climax was the true musical and emotional climax of the act (and opera). The representation of the fire used the ‘cosmic space’ imagery that we had previously seen and while I was momentarily disappointed not to see leaping flames on the stage, it rapidly became much more effective and in perfect emotional accord with the music.
operareviews.org 
 
Walküre - Sofia
 
“Der Grieche Aris Argiris begeistert als Gast in der Rolle des Wotan mit einem perfekt zur Partie passenden Bass-Bariton, ebenso guter Diktion, erstklassigem Deutsch und wahrlich souveränerAusdruckskraft.”
Klaus Billand/ Orpheus Magazin 
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DAS OPERNGLAS
„Musikalisch stand die Produktion auf hohem Niveau, gesanglich am beeindruckendsten waren jedoch die Interpreten von Wotan und Sieglinde. Der 49-jährige Grieche Aris Argiris bot einen Götter-vater mit noblem, in allen Lagen gleichermaßen sicher klingendem Bariton, kräftiger und metallisch timbrierter Höhe sowie groß-gewachsener Erscheinung. Vor allem überzeugte die deutliche deutsche Artikulation, die weniger verwundert, wenn man weiß, dass er seit zwanzig Jahren vorwiegend in Deutschland auftritt, in Bonn wohnt und eine Professur an der Universität der Künste in Berlin innehat.“
 
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